
Dieser Vorgang ist einmalig in der Geschichte des Werdauer Weihnachtsmarktes. Die 15 Meter hohe Tanne aus dem Werdauer Wald, die am 21. November im Herzen der Stadt aufgestellt wurde, musste heute Nachmittag aus Sicherheitsgründen unverzüglich gefällt werden. Grund dafür waren die starken Stürme der letzten Tage, es kam zu einem langen, ca. 1 cm breiten Riss entlang des Stammes.

Im Nachhinein wurde festgestellt, dass dieser sich fast durch den gesamten Baum zog und er bis zum Stammmittelpunkt vorgedrungen war. Damit wurde der Vermutung der Stadtverwaltung recht gegeben, die die Standsicherheit nicht mehr gegeben sah. Um 14 Uhr fällten die Mitarbeiter der Stadtwerke, des Bauhofes und der Feuerwehr den Baum. Unterstützt wurden sie dabei durch einen Schwerlastkran der Fa. Horn, der während des Vorgangs den Baum sicherte und ihn neben dem Markt ablegte.
Weihnachtsmärkte finden seit 1651 in Werdau statt. 1928 wurde erstmals ein Baum auf dem Platz errichtet. Eine Fällung war bislang nie nötig gewesen. Geplant war vielmehr, den Baum bis zum 6. Januar auf dem Markt stehen zu lassen. Nun muss der Markt, der noch bis zum 18. Dezember seine Türen geöffnet hat, ohne Baum auskommen. Ein Ersatz ist wirtschaftlich kaum möglich, da dazu ein erneuter Kraneinsatz und der Abbau mehrerer Buden nötig wäre. Das tut jedoch der Attraktivität des Werdauer Weihnachtsmarkte kaum Abbruch. „Es lohnt sich nach wie vor, den vielen Händlern einen Besuch abzustatten“, so Oberbürgermeister Ralf Tittmann. Und so verwundert es kaum, dass bereits wenige Minuten nach der Fällung der Chor des Werdauer Gymnasiums die Besucher wieder in seinen Bann zog.